Ein Adventskalender gehört für viele Klassen fest zum Dezember. Doch 24 kleine Geschenke für 25 Kinder sind teuer, aufwendig und sorgen schnell für Streit, wer was bekommt. Viele Lehrkräfte setzen deshalb auf Adventskalender ohne Süßigkeiten: Jeden Tag gibt es eine Geschichte, ein Rätsel oder eine Aktion, die die ganze Klasse gemeinsam erlebt. Doch welcher Kalender passt zu welcher Klasse?
Erst überlegen, dann auswählen
Bevor du dich entscheidest, helfen drei Fragen:
- Wie viel Zeit habe ich am Tag? Fünf Minuten oder eher zwanzig?
- Was braucht meine Klasse gerade? Ruhe, Bewegung, Denkfutter oder Gemeinschaft?
- Welche Technik steht zur Verfügung? Vorlesebuch oder Smartboard?

Fünf Arten von Klassen-Adventskalendern
Die Vorlesegeschichte Ein Buch mit 24 kurzen Kapiteln, das jeden Morgen ein Stück weitergeht. Ideal für Klassen, die einen ruhigen Start brauchen, und besonders schön für Klasse 1 bis 3. Ein Beispiel ist Lisa und Max’ Magischer Adventskalender. Für Klassen, in denen gerade viel Unsicherheit herrscht, eignet sich der Mutmach-Adventskalender, dessen Geschichten Kindern Mut machen.
Der Krimi zum Mitraten Ältere Grundschulkinder lieben Spannung. Bei einer Detektivgeschichte in 24 Teilen sammelt die Klasse jeden Tag Hinweise und versucht, den Fall vor dem Ende zu lösen. Das fördert Leseverstehen und genaues Zuhören ganz nebenbei. In der Themenwelt Die Detektive gibt es dafür „Die Detektive aus der Glockengasse“ für Klasse 3 bis 5.
Der Rätselkalender Jeden Tag ein Rätsel, das allein, zu zweit oder als Klasse gelöst wird. Gut für Klassen, die gern knobeln, und mit Rätseln in mehreren Schwierigkeitsstufen auch für gemischte Lerngruppen geeignet. Mehr dazu in der Themenwelt Rätsel.
Der Bewegungskalender Hinter jedem Türchen steckt eine Bewegungspause oder eine kleine Yogaübung. Perfekt für unruhige Dezembertage und für Klassen, die durch die Dunkelheit wenig draußen sind. Den Bewegungs-Adventskalender findest du in der Themenwelt Bewegung.
Der digitale Adventskalender Wer ein Smartboard hat, kann den Adventskalender direkt an der Tafel öffnen. Bei Die Wunschzettel-Post wird die Geschichte vorgelesen, der Text läuft mit, und die Klasse löst gemeinsam ein Rätsel. Die Vorbereitung entfällt komplett.
Kalender ohne Geschenke: So bleibt es fair
Ein großer Vorteil von Geschichten und Rätseln: Alle Kinder bekommen dasselbe. Damit trotzdem jedes Kind einmal etwas Besonderes erlebt, kann ein Türchen-Kind bestimmt werden, das den Kalender öffnet oder die Geschichte ankündigt. Ein fester Plan, der von Anfang an hängt, verhindert Diskussionen.

Was ist mit den Ferientagen?
Die Weihnachtsferien beginnen meist vor dem 24. Dezember. Plane deshalb von Anfang an, ob am letzten Schultag mehrere Türchen geöffnet werden oder ob die letzten Kapitel als Ferienlektüre mit nach Hause gehen. Bei Rätsel- und Bewegungskalendern lassen sich übrige Tage auch einfach im Januar nachholen.
Häufige Fragen
Welcher Adventskalender eignet sich für Klasse 1?
Für Erstklässler sind Vorlesegeschichten mit kurzen Kapiteln und Bewegungskalender am besten geeignet, weil sie noch nicht selbst lesen müssen.
Wie viel Zeit kostet ein Klassen-Adventskalender?
Zwischen fünf und zwanzig Minuten am Tag. Vorlesegeschichten und Bewegungspausen sind am schnellsten, Rätsel und Krimis brauchen etwas mehr Zeit.
Kann ich mehrere Adventskalender kombinieren?
Ja. Manche Klassen wechseln ab: an einem Tag eine Geschichte, am nächsten eine Bewegungspause. Wichtig ist ein fester, verlässlicher Ablauf.








