Rechnen mit BewegungMathe üben, ohne stillzusitzen

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Kopfrechnen muss geübt werden, immer wieder. Genau das macht es für viele Kinder mühsam: Arbeitsblatt um Arbeitsblatt, Reihe um Reihe. Rechnen mit Bewegung bricht dieses Muster auf. Die Kinder rechnen genauso viel, aber sie springen, klatschen und hüpfen dabei. Das macht Spaß und bleibt besser hängen.

Warum Bewegung beim Rechnen hilft

Wenn Kinder eine Aufgabe nicht nur im Kopf lösen, sondern das Ergebnis mit dem Körper zeigen, sind mehrere Sinne beteiligt. Zahlen werden greifbar: Drei Sprünge plus vier Sprünge sind sieben Sprünge. Für Kinder, die sich mit abstrakten Zahlen schwertun, ist das eine wichtige Brücke. Und für alle anderen ist es eine willkommene Abwechslung, die nebenbei die Konzentration steigert.

Sechs Ideen für den Klassenraum

1. Ergebnis springen: Die Lehrkraft nennt eine Aufgabe, die Kinder springen das Ergebnis. Bei größeren Zahlen klatschen die Zehner, gesprungen werden die Einer.

2. Stimmt das? Eine Aufgabe mit Ergebnis wird vorgelesen. Ist sie richtig, strecken sich alle nach oben. Ist sie falsch, gehen alle in die Hocke.

3. Zahlenstaffel: Ein Kind nennt eine Plusaufgabe, das nächste löst sie und stellt die nächste Aufgabe. Wer löst, steht auf und setzt sich wieder.

4. Einmaleins-Treppe: Die Klasse zählt eine Reihe auf. Bei jeder Zahl geht es eine Stufe tiefer in die Hocke und wieder hoch. Bei der Zehnerzahl wird gestreckt.

5. Gerade oder ungerade: Bei geraden Ergebnissen hüpfen die Kinder auf zwei Beinen, bei ungeraden auf einem.

6. Rechenwürfel: Zwei Würfel werden geworfen, die Kinder rechnen und führen die gewürfelte Bewegung so oft aus, wie das Ergebnis vorgibt.

Differenzieren in einer Klasse

In jeder Klasse gibt es Kinder, die in Sekunden rechnen, und Kinder, die noch Zeit brauchen. Bei Bewegungsspielen fällt das weniger auf, weil alle gleichzeitig aktiv sind. Trotzdem lohnt es sich, die Aufgaben anzupassen: im ersten und zweiten Schuljahr Plus und Minus im Zahlenraum bis 20, im dritten und vierten Einmaleins, Zehnerübergänge und größere Zahlenräume.

Dabei hilft es, wenn die Bewegungen gleich bleiben und nur die Aufgaben schwieriger werden. So können verschiedene Klassenstufen dieselben Übungen nutzen, und die Kinder müssen keine neuen Abläufe lernen. Genau so sind die beiden Hefte „Rechnen mit Bewegung“ für Klasse 1 und 2 sowie Klasse 3 und 4 aufgebaut: dieselben Bewegungen, passende Aufgaben für jede Stufe. Du findest sie in der Themenwelt Bewegung.

So klappt es organisatorisch

  • Kurz halten: Fünf Minuten Rechnen mit Bewegung am Anfang der Mathestunde sind ein guter Start.
  • Feste Regeln: Jeder bleibt an seinem Platz, gesprungen wird leise auf den Fußballen.
  • Ruhiger Abschluss: Mit einer langsamen Übung zurück an die Arbeit, etwa drei tiefe Atemzüge im Stehen.

Häufige Fragen

Für welche Klassen eignet sich Rechnen mit Bewegung?

Für die ganze Grundschule. In Klasse 1 und 2 stehen Plus und Minus im Vordergrund, in Klasse 3 und 4 das Einmaleins und größere Zahlenräume.

Ersetzt Rechnen mit Bewegung das Üben im Heft?

Nein, es ergänzt es. Bewegte Phasen eignen sich besonders zum Wiederholen und Automatisieren, schriftliche Übungen bleiben wichtig.

Wird es dabei nicht zu laut?

Mit klaren Regeln nicht. Leises Springen auf den Fußballen und ein festes Stoppsignal halten die Lautstärke im Rahmen.

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